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Ferienstraßen im Schwarzwald

Den Schwarzwald mit dem Auto erkunden

Sie lieben das systematische Erkunden einer Region? Sie machen gerne Ausflüge mit dem Auto? Dann sind die Ferienstraßen vielleicht das Richtige für Sie. Den Schwarzwald können Sie sich auf verschiedenen gut ausgebauten Routen bestens erschließen.

Die Ferienstraßen sind bei uns quasi erfunden worden. Wussten Sie, dass die Schwarzwaldhochstraße von Baden-Baden nach Freudenstadt von Anfang an als touristische Verbindungsstraße zu den Höhenhotels und Sanatorien an den Passhöhen des Schwarzwaldes geplant wurde? Die im 19. Jh. weltbekannten Luxushäuser drohten im aufkommenden Autoverkehr des 20. Jh. ins Abseits zu geraten. 1932 wurde die Schwarzwaldhochstraße als erste deutsche Ferienstraße eröffnet. Viele weitere sind auch in der Ferienregion Schwarzwald nach ihr angelegt worden.

Die kurvenreichen Panoramastraßen führen Auto- oder Motorradfahrer mitten hinein in eine Landschaft voller zauberhafter Ausblicke. Gehen Sie auf Entdeckungsreisen, cruisen Sie mit Motorrad oder Auto durch die kurvenreiche Landschaft, von Kloster zu Kloster, Therme zu Heilbad, durch Alleen und mitten hinein in unsere bewegende Geschichte.

Schwarzwälder Tälerstraße

Durch die wildromantischen Täler von Murg und Kinzig schlängelt sich seit 1960 diese Ferienstraße über mehr als 100 Kilometer und ungezählte Kurven. Sie führt aus der Rheinebene bei Rastatt hinauf nach Baiersbronn und Freudenstadt und wechselt bei Alpirsbach ins Kinzigtal.

Das Kinzigtal mündet bei Offenburg wieder in der Rheinebene. Hügel, Wälder, Wiesen und Flüsse sind ständige Begleiter auf der Schwarzwald-Tälerstraße.

Glanzvolle Ouvertüre ist die Feste Rastattmit ihrer weltberühmten Barockresidenz. Gleich dahinter steht in verträumter Stille "Favorite", das Lustschloss der Markgräfin Sibylla. Murgaufwärts erreichen Sie Gaggenau-Bad Rotenfels mit dem „Rotherma“, einer ausgedehnten Bade- und Saunalandschaft. Von der Höhe bei Gernsbach grüßt Schloss Eberstein, das seit 2005 ein Hotel und Restaurant beherbergt.

Hier bietet sich ein prächtiger Blick ins Murgtal. In Forbach erinnert die überdachte Holzbrücke aus dem Jahre 1776 an die Bedeutung des Tales als wichtiger Verkehrsweg. In der romantischen Tallandschaft liegen zwischen schroffen Felsen, grünen Matten und Tannen reizvolle Erholungsorte, malerische Winkel und lebendige Städte.

Die imposante Staumauer der Schwarzenbach-Talsperre gehört zum Besuchsprogramm jedes Touristen, im Sommer lädt der Stausee zum Baden oder Bootfahren ein. Von großer Geschichte zeugt das Kloster in Klosterreichenbach, einem Ortsteil von Baiersbronn.
Die Anlage aus dem 11. Jahrhundert ist fast stilrein romanisch. Baiersbronn gilt als sympathischer Ferienort, der sich nicht zuletzt durch seine Gastronomiebetriebe einen Namen gemacht hat. Gleich drei Restaurants sind sogar mit Michelin-Sternen dekoriert.

Freudenstadt ist nach dem Vorbild italienischer Renaissance-Städte angelegt. Der riesige Marktplatz, Deutschlands größter, wird von Arkadengängen begrenzt. Von Freudenstadt bietet sich auch eine Kombination der Schwarzwald-Tälerstraße mit der Schwarzwald-Hochstraße an, die über die aussichtsreichen Höhen des Schwarzwaldes nach Baden-Baden, und damit fast bis Rastatt zurück, führt.

Die Schwarzwald-Tälerstraße läuft am Ostrand des Schwarzwaldes weiter durch den Ferienort Lossburg, der für seine besondere Familienfreundlichkeit ausgezeichnet wurde. Hier findet sich alles, was es zum Land(er)leben braucht. Nach rund 100 km endet die Straße in Alpirsbach mit der weit sichtbaren Klosterkirche aus dem 11. Jahrhundert, die im 15. Jahrhundert einen gotischen Chor und einen gotischen Kreuzgang erhielt.

Im Sommer finden hier die bekannten Klosterkonzerte statt. Und hier könnten Sie sich ein kühles "Alpirsbacher" aus der Klosterbrauerei gönnen. Wenn Sie noch mehr Schwarzwälder Landschaft erleben wollen, fahren Sie von Alpirsbach weiter nach Schenkenzell und entlang der Kinzig nach Offenburg. Von dort aus könnten Sie auf der Badischen Weinstraße zurück nach Rastatt fahren, wenn Sie es ganz eilig haben auch auf der Autobahn.

Deutsche Uhrenstraße

Die "Deutsche Uhrenstraße" führt ihre Besucher durch eine die eindrucksvollen Landschaften des mittleren und südlichen Schwarzwaldes und der Baar am Ostrand Gebirges durch die Zentren der Schwarzwälder Uhrenherstellung. Diese Ferienstraße erinnert an die erfolgreiche Tradition des Uhrmacherhandwerks zwischen dem 18. und 20. Jh.

Wenn Sie hier keine Schwarzwälder Uhr nach Ihrem Geschmack finden, ganz gleich ob klassisch oder modern, dann haben Sie zumindest ein beeindruckende Landschaft durchfahren. An der Wegstrecke liegen, Perlen gleich aufgereiht, hochinteressante Museen und reizvolle Sehenswürdigkeiten rund um die Schwarzwälder Uhr. Auch Uhrenfabriken, Uhrmacherwerkstätten und Ateliers der Schildermaler geben dem Besucher informative Einblicke in ihre tägliche Arbeit.

Den Zauber der schindelgedeckten Schwarzwälder Bauernhöfe, die klaren Forellenbäche, die saftigen Bergwiesen und dunkelgrünen Wälder, pittoreske Dörfer und heimelige, kleine Städte, denen Sie an der "Deutschen Uhrenstraße" begegnen, werden Sie so leicht nicht vergessen.

Auch die heimische Gastronomie hält viele lukullische Überraschungen für Sie bereit. Mit Produkten der Region zubereitete Köstlichkeiten, oder den kernigen Schwarzwälder Schinken, kräftiges Bauernbrot aus dem Holzofen, natürlich auch ein aromatisches Zwetschgen- oder Kirschwasser oder die weltberühmte Schwarzwälder Kirschtorte sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Darum – nehmen Sie sich ruhig Zeit auf der "Deutschen Uhrenstraße". Erleben Sie nicht nur Zeit-Geschichte aus dem Schwarzwald, sondern genießen Sie Zeitgeschichten im Schwarzwald.

Schwarzwald Panoramastraße

Traumhafte Landschaften, herrliche Ausblicke, vielfältige Kultur, lebendiges Brauchtum und eine herzliche Gastronomie die keine Wünsche offen lässt. An der rund 50 km langen Schwarzwald Panoramastraße von Hinterzarten nach Waldkirch bei Freiburg führt sie durch den faszinierenden südlichen Schwarzwald.

Kaum eine andere Straße im Schwarzwald bietet auf einer so kurzen Strecke so viele faszinierende Ausblicke über die Höhen des Schwarzwaldes, ins Rheintal bis zu den Vogesen und Alpen. Die Panoramastraße führt aus dem ländlichen Hochschwarzwald über die aussichtsreiche Hochfläche zwischen Feldberg und Kandel ins Glottertal.

Als eines der faszinierendsten Täler im südlichen Schwarzwald verbindet das Glottertal die höchsten Berge des Mittelgebirges mit der Blütenpracht der Obst- und Rebgärten in den Vorbergen zum Rheintal. Die Ferienorte Hinterzarten, Breitnau, St. Märgen, St. Peter, Glottertal, Waldkirch an der der Strecke warten mit einem vielfältigen Urlaubsangebot auf.

Die Gasthäuser der Panoramastraße verwöhnen den Besucher mit kulinarischen Köstlichkeiten in einer einmaligen Vielfalt. Vom herzhaften Schwarzwälder Vesper bis zum Gourmetmenü – es ist für jeden das Passende dabei.

Am besten schmeckt´s natürlich mit einem Glas Wein aus der Region. Besondere Urlaubsangebote haben die Gastgeber der Panoramastraße für Sie.

Schwarzwald Bäderstraße

Die Schwarzwald-Bäderstraße zeigt auf einem Rundkurs von 270 km, was Landschaft und Heilbäder im nördlichen Schwarzwald, zwischen dem Tal der Nagold im Osten und dem Badener Rebland im Westen zu bieten haben. Nadelwälder, sonnige Bergrücken, Hochmoore und Reben bestimmen das Bild.

Die Schwarzwald-Bäderstraße verläuft durch mittelalterliche Städtchen und liebliche Dörfer, durch elegante Heilbäder und lebendige Ferienorte. Startpunkt des Rundkurses ist die Goldstadt Pforzheim mit den "Schmuckwelten" einer einzigartigen Einkaufs- und Erlebnisplattform für Schmuck und Uhren.

Durch das Nagoldtal geht es zum heilklimatischen Kurort Schömberg. Der auf einem Hochplateau liegende Ort bietet Heilklimawanderungen für jede Fitness-Stufe. Von Mai bis Oktober ist der Barfußpfad geöffnet. Das nächste Ziel auf der Hauptstrecke ist Bad Liebenzell mit dem bekannten Mineralwasser. Entspannend sind die Saunaanlage „Pinea“ und die Dampfgrotte im Paracelsusbad.

Weiter entlang der Nagold aufwärts ist der Teilort Hirsau, dessen Klosterruine und die über 900 Jahre alte Aureliuskirche von großer Vergangenheit künden. Hirsau, gehört zur Kreisstadt Calw und in einem der schönen Fachwerkhäuser im Altstadtkern erinnert ein besuchenswertes Museum an Hermann Hesse. Der weltweit meist gelesene deutschsprachige Autor des 20. Jh. ist hier geboren.

In einem Seitental liegt das traditionsreiche Heilbad Bad Teinach-Zavelstein mit modernen Kureinrichtungen. In der Dreifaltigkeitskirche ist die „Kabbalistische Lehrtafel“ ein Muß und die St. Candidus Kirche ist die älteste Kirche in Süddeutschland. Zauberhaft ist die Krokusblüte im Frühjahr. Ein lohnender Abstecher ist der Besuch von Neubulach. Sehr interessant ist eine Führung durch das Silberbergwerk „Hella Glück“, in welchem auch erfolgreich Asthma therapiert wird. Nagold liegt am Zusammenfluß von Nagold und Waldach mit einem schönem Stadtkern. Sehenswert ist die Burgruine Hohennagold und die über 1000jährige Remigiuskirche sowie Nagolds Wahrzeichen – der „Alte Turm“.

Das nächste größere Ziel ist Freudenstadt- zu erreichen über Altensteig, Pfalzgrafenweiler und Dornstetten. Freudenstadt ist rund um Deutschlands größten und mit Arkaden gesäumten Marktplatz gebaut. Doch wird hier auch Gesundheit groß geschrieben: Panoramabad, Fichtennadelbad und Bewegungstherapie. Versteckt in einem kleinen, idyllischen Seitental liegt Bad Rippoldsau-Schapbach. Das kleine Mineral- und Moorbad ist das „höchste“ im Schwarzwald. Zu bestaunen ist in der Nähe der Glaswaldsee, ein so genannter „Karsee“ und Relikt aus der letzten Eiszeit. Solche eiszeitlichen Schätze gibt es auch in Baiersbronn, ein Ort, den man schon mehr als Ferienland bezeichnen darf. In den Hochtälern Mitteltal, Obertal und Tonbach liegen die bekannten Gourmetrestaurants. Klosterreichenbach mit Klosterkirche der Zisterzienserabtei, liegt direkt an der Schwarzwald-Bäderstrasse.

Nun steigt die Strasse bis zur Hochfläche Seewald-Besenfeld stetig an. Hier liegen reizvolle kleine Ortschaften fast wie Waldinseln. Die Nagold-Quelle, Flößerseen und die Riesenrutschbahn liegen auf dem Weg nachEnzklösterle, einem lebendigen Ort im Enztal, in dem die alten Waldberufe wie Köhlerei und Flößerei anschaulich demonstriert werden. Ganz in der Nähe: der Wildsee und Hohlohsee mit urweltlich anmutenden Hochmooren. Durch das Tal der Großen Enz erreicht man die berühmten Thermen von Bad Wildbad. Genießer der Badekultur des Orients kommen beim Besuch des „Palais Thermal“ im maurischen Stil ins Schwärmen.

Über das 720 m hoch auf einem Höhenrücken gelegene Dobel inmitten ausgedehnter Wälder mit hoher Sonnenscheindauer, Nebel- und Fönfreiheit führt die Bäderstraße durch den Wald hinunter ins Albtal nach Bad Herrenalb. Die neu gestaltete „Siebentäler-Therme“ mit dem Prießnitz-Spa ist ein multimediales Wohlfühl- und Gesundheitserlebnis, das im Schwarzwald seinesgleichen sucht. Abends wird das Thermalbad zur Klangtherme. In einer Westschleife führt die Bäderstraße nun auf einer aussichtsreichen Hochstrecke über Loffenau wieder ins Murgtal nach Gernsbach mit seiner historischen Altstadt und Stadtbefestigung. Über den Dächern der Murgtalstadt liegt mitten in den Weinbergen das Schloß Eberstein.

Die „große alte Dame“ unter den Heilbädern ist zweifellos Baden-Baden. Die elegant-mondäne Stadt vereinigt landschaftliche und architektonische Schönheit, Schwarzwald und Weinland in harmonischer Weise. Um alle Sehenswürdigkeiten zu besuchen, reicht kein Tagesaufenthalt aus: Festspielhaus, Spielbank, Friedrichsbad, Caracalla Therme, Lichtentaler Allee, Kurpark, Baden Badener Rebland ...

Die Bäderstrasse wendet sich nun murgaufwärts bis zur StadtGaggenau-Bad Rotenfelsmit der Bade- und Saunalandschaft „Rotherma“. Landschaftlich sehr reizvoll ist die Höhenstrecke und der Weg durch die Moosalb bis ins Albtal am Nordrand des Schwarzwaldes. Die letzte Station des Rundkurses heißt Neuenbürg. Hier sollte man sich etwas Zeit nehmen für das liebevoll gestaltete Regionalmuseum Nordschwarzwald im Schloss und die außergewöhnliche Inszenierung „Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff.

Grüne Straße - Route Verte

Schon seit 1960 verbindet die ca. 250 km lange "Grüne Strasse - Route Verte" Titisee-Neustadt im südlichen Hochschwarzwald mit Contrexéville in den Vorgesen. Als Radweg und als Autostraße führt sie durch die landschaftlich und kulturell einzigartige Region von Baden, Elsass und Lothringen.

Die Badener und die Schwarzwälder haben schon durch die Lage im Dreiländereck und durch lange gemeinsame Geschichte eine enge Beziehung zum Elsass und zu Frankreich. Und so konnte hier schon 1960 als Zeichen der nach dem Krieg wieder errungenen deutsch-französischen Freundschaft die „Route Verte“ eingeweiht werden. Die 250 Kilometer lange „Grüne Straße“ verbindet Titisee-Neustadt auf den Höhen des Schwarzwaldes mit Contrexéville in den Vogesen. Dabei berührt die "Grüne Straße "kulturhistorische Stätten" von höchstem Rang, ebenso wie sie in ihrem Verlauf immer wieder Naturerlebnisse "pur" präsentiert in Abwechslung mit kulturellen und sportlichen Ereignissen.15 große und kleine Städte mit geschichtsträchtigen Bauwerken und malerische Winzerdörfer laden den Besucher zum Verweilen ein. Die gesamte Strecke ist mit dem Zeichen "Route Verte/Grüne Straße" für den Rad- und Wanderweg ausgeschildert.

Für Radwanderer wurde die Streckenführung der touristischen Strasse 1998 neu ausgearbeitet und beschildert. Die Route führt überwiegend auf Radwegen und abseits vielbefahrener Strassen. Die gesamte Strecke kann je nach Kondition und Übung in 3 bis 6 Tagen bewältigt werden. Insbesondere in der Rheinebene ist sie leicht zu befahren. Die steileren Anstiege und Abfahrten in den Vogesen und im Schwarzwald können von weniger geübten Radfahrern auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gemeistert werden.

Die Reise auf dem "Band der Freundschaft" ist für Fahrrad- und Wanderfreunde wie geschaffen. Aber auch dem Gourmet hat die "Grüne Straße" beiderseits des Rheins Einiges zu bieten: von den rustikalen Genüssen der Fermes-Auberges über Strausswirtschaften im Badischen bis hin zu zahlreichen sternegekrönten Restaurants. Beiderseits des Oberrheins genießt man die edlen Tropfen der sonnenverwöhnten Weinlandschaft. Aber auch die regionalen kulinarischen Köstlichkeiten der Wirtshäuser entlang des Weges verführen leicht zu längeren Pausen.

Das Landschaftspanorama ist einzigartig: In Titisee-Neustadt beginnt die Tour am kristallklaren Titisee. Von hier führt der Weg zunächst nach Hinterzarten und anschließend durch das Höllental hinunter nach Kirchzarten, dem Zentrum des Dreisamtales.
Die nächste Station ist Freiburg, die Schwarzwaldhauptstadt mit ihrer hübschen Altstadt, ihren "Bächle" und "Gässle" sowie dem berühmten gotischen Münster. Weiter geht es zum Tuniberg, dem Weingarten Freiburgs. Von dort gelangen Sie nach Breisach, der Europastadt am Rhein mit ihren beliebten Wein- und Sektkellereien. Schon von Fern grüßt das St. Stephans-Münster, das Wahrzeichen der Stadt.

Hier überquert die Route Verte den Rhein nach Neuf-Brisach, die Stadt des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Die sternförmige Festungsanlage, an der Wende des 17. und 18. Jahrhundert erbaut, ist bis zum heutigen Tag fast vollständig erhalten. Sie hat eine solche Dimension, dass eine ganze Stadt darin Platz findet. Über Horbourg-Wihr geht die Grüne Straße weiter nach Colmar, der Hauptstadt des Elsässer Weines. Zu bestaunen sind hier neben dem Gerberviertel mit den malerischen Fachwerkhäusern und Kanälen, das Bartholdi-Museum und der Isenheimer Altar im Unterlindenmuseum.

Der Ort Munster auf beiden Seiten der Großen und Kleinen Fecht, ist ein Ort, den eigentlich jeder Käseliebhaber kennen sollte. Der Munsterkäse, ein kräftiger Gaumenschmaus wird hier aus würziger Vogesenmilch hergestellt. Am Eingang zum Munstertal liegt der pittoreske Weinort Turckheim. Am Ende des Tales geht es hinauf auf den Col de la Schlucht und weiter nach Gérardmerim Herzen der Vogesen, herrlich am See gelegen. Anschließend führt die Route Verte in die Hauptstadt der Vogesen: Epinal. Vittel mit dem außergewöhnlichen Naturgebiet und der Kurort Contrexéville liegen am Ende der Route.

Klosterroute Nordschwarzwald

Seit 1999 verbindet die rund 100 Kilometer lange Klosterroute Nordschwarzwald drei Kleinode für Kulturinteressierte: die Benediktinerabteien Alpirsbach im oberen Kinzigtal südlich von Freudenstadt und Hirsau bei Calw mit dem Zisterzienserkloster und Weltkulturerbe Maulbronn nördlich des Schwarzwaldes.

Alle drei Klöster liegen im württembergischen Landesteil von Baden-Württemberg. Hirsau war das deutsche Mutterkloster für die von Cluny ausgehende benediktinische Reformbewegung und schrieb während des Investiturstreits im 11. und 12. Jahrhundert auf der Seite der päpstlichen Partei Kirchengeschichte. Zu den südwestdeutschen Reformklöstern des 11. Jahrhundert gehört auch Alpirsbach. Das ehemalige Benediktinerkloster im oberen Kinzigtal ist ein eindrucksvolles Beispiel cluniazensischer Reformarchitektur. Alpirsbach zeigt eindrucksvoll den benediktinischen Sinn fürs Monumentale und die strenge klare Ordnung der romanischen Bauweise.

Maulbronn ist eine der besterhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen nördlich der Alpen. In der Abgeschiedenheit des schwäbischen Salzachtales hinterließen Zisterziensermönche eine heute rund 850 Jahre alte, gut erhaltene Abtei in einer Kulturlandschaft mit Stauseen, Weinbergen und Steinbrüchen in einmaliger Schönheit. Die drei historischen Klöster erschließen sich am besten im Rahmen eines Pauschalangebotes von Mai bis Oktober. Mit zwei Übernachtungen in einem der Klosterorte ist bei eigener Anreise und eigenem Transfer zwischen den Orten zu buchen. Daneben locken auch hochkarätige Kulturveranstaltungen wie die Klostersommer in Hirsau, die Kloster- und die Kreuzgangkonzerte in Alpirsbach oder die Hermann-Hesse-Stadt Calw in den Nordosten der Ferienregion Schwarzwald.

Programmvorschlag:
Alpirsbach: historische Klosteranlage, Museum für Stadtgeschichte und Brauerei-Museum
Hirsau: Klosteranlagen St. Aurelius und St. Peter und Paul, klösterlicher Kräutergarten und Klostermuseum
Maulbronn: Kloster Maulbronn und Klostermuseum

Hohenzollernstraße

Zwischen Württemberg und Baden verbindet die 300 km lange Hohenzollernstraße die ehemaligen hohenzollerischen Stammlande süddeutscher Grafen und Fürsten, preußischer Könige und deutscher Kaiser. In der Ferienregion Schwarzwald liegen die Neckarorte Horb und Sulz-Glatt an dieser Ferienstraße.

Ein Teil der Hohenzollernstraße führt von Glatt nach Haigerloch über Horb am Neckar und Empfingen. Im Verlauf dieser touristischen Straße gibt es viele Sehenswürdigkeiten, z. B. Museen und das »Horber Bilderbuch« in Horb oder das Dominikanerkloster und das Wasserschloss mit Kultur- und Museums-Zentrum in Sulz-Glatt.

Schwarzwaldhochstraße

Die Schwarzwaldhochstraße ist die älteste und vielleicht schönste Touristenstraße im Schwarzwald. Sie schlängelt sich von Baden-Baden kurvenreich hinauf zur Bühlerhöhe und dann zwischen 800 und 1000 Meter Höhe entlang der schönsten Aussichtsberge des Nordens.

Bereits 1932 wurde die Straße eingeweiht – von ihrem Charme hat sie bis heute nichts verloren. Sie verläuft in einer Höhe zwischen 800 und 1000 Metern und eröffnet dem Besucher zauberhafte Blicke in den Schwarzwald, die Rheinebene und bis zu den Vogesen.

Hornisgrinde und Mummelsee: Naturgegebene Anziehungspunkte sind die Hornisgrinde, mit 1184 Meter der höchste Berg im Nördlichen Schwarzwald, der sagenumwobene Mummelsee (988 Meter hoch gelegen), die Naturschutzgebiete am Schliffkopf und am Ruhestein sowie die Schwarzenbachtalsperre.

Die Schwarzwaldhochstraße beginnt in Baden-Baden, der weltbekannten Bäder-, Urlaubs-, Kongress- und Festspielstadt am Westrand des nördlichen Schwarzwaldes. Hier lockt der Besuch des Kurhauses mit einer der schönsten Spielbanken der Welt und des Kurparks an der Lichtentaler Allee, im 19. Jh. die Promenade des europäischen Hochadels.

Steil und kurvenreich aufsteigend erreicht die Straße auf der Bühlerhöhe schon bald ihren Kamm. In einer Höhe zwischen 800 und 1000 Meter über dem Meeresspiegel verläuft die Passstraße weiter, die würzige Höhenluft und die bezaubernden Aussichten laden immer wieder zum Stopp ein. Gönnen Sie sich die Einkehr in ein idyllisches Höhenhotel oder in einen typischen Berggasthof. Genießen Sie die weltoffene Gastlichkeit der Schwarzwälder Wirte, ein Blick in die Speisekarte lässt Sie die Nähe Frankreichs spüren.

Winter: Im Winter ziehen Loipen und Abfahrtshänge die Sportbegeisterten an, in den anderen Jahreszeiten treffen sich Wanderer und Mountainbiker, um Landschaft und Natur zu geniessen. Wer Spaß und Action sucht, kann sich auf der Ganzjahresbobbahn am Mehliskopf vergnügen. Unterhalb der Hornisgrinde erreicht die Straße den fast kreisrunden Mummelsee, einen Karsee, der in der letzten Eiszeit entstanden ist. Es geht die Sage um, dass nachts im Mondlicht Nixen, auch Mümmlein genannt, aus dem See auftauchen. Tagsüber jedoch ist der See ein ebenso beliebtes wie belebtes Ausflugsziel.

Im Naturschutzzentrum Ruhestein erfährt der Besucher Interessantes über die Entstehung der einmaligen Landschaft sowie über die Flora und Fauna im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Von Mai bis Oktober werden geführte Wanderungen zu verschiedenen Themen angeboten, im Winter Schneeschuhwanderungen.

Ein besonderes Erlebnis bietet der Lotharpfad am Schliffkopf. Er ist ein Ergebnis des Weihnachtsorkans Lothar, dem 1999 riesige Waldbestände zum Opfer fielen. Er erinnert nicht nur an die Verwüstungen durch den Orkan, sondern führt mitten durch das wieder ausschlagende Leben zwischen den umgestürzten Bäumen.