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Schwarzwaldmühlen

Wassermühlen im Schwarzwald

Obwohl die Blütezeit der wind- und wassergetriebenen Mühlen zum Ende des 19. Jahrhunderts längst überschritten war, gibt es auch heute noch eine ungewöhnliche Vielfalt der Bauweise und Maschinerie in der deutschen Mühlenlandschaft. Topografische Besonderheiten, wirtschaftliche Entwicklungen und handwerkliche Fertigkeiten haben Werke hervorgebracht, die immer wieder die Begeisterung technikinteressierter Menschen entfachen.

Die Erfindung der Dampfmaschine gegen Ende des 18. Jh. sowie des Verbrennungs- und des Elektromotors im 19. Jh. fanden sehr schnell als wind- und wetterunabhängige neue Antriebsarten Eingang in das Mühlenwesen und führten einerseits zur weiteren Entwicklung und Differenzierung der Mühlentechnik, andererseits zur Ansiedelung von Großbetrieben der Müllerei an Standorten, die von Wind und Wasser unabhängig waren.

Im Laufe der Jahrhunderte fand die Mühlentechnik, die sich ursprünglich nur auf das Vermahlen von Getreide bezog, in nahezu allen Bereichen des Handwerks und der frühen Industrie Anwendung.

Deutscher Mühlentag am Pfingstmontag
Deutscher Mühlentag am Pfingstmontag. Jede Mühle hat ihre besondere Geschichte. Nie geht es dabei allein um das Mahlen von Korn. Erleben Sie am Mühlentag eine echte Schwarzwaldmühle in Aktion. Vielerorts sogar mit Musik und Bewirtung.
  • Museumsareal Historischer Speicher und Alte Mühle, Oberharmersbach: Ein Besuch bringt Einblicke in das Leben und Arbeitenn vor über 100 Jahren. Nicht nur Kinder beobachten mit Begeisterung, wie mit Hilfe der Wasserkraft aus grobem Korn feines Mehl wird.
  • Öhlermühle, Titisee-Neustadt: Eine bemerkenswerte Mühle, die vor dem Verfall befahrt ist. Sie ist in der Schildwende, einem Seitental am Titisee. Jeweils am Pfingstmontag wird die Hofmühle in Betrieb gesetzt.Handwerker sowie Strohschuhflechter, Schildenmacher und Kunsthandwerker zeigen eindrucksvoll ihre Arbeit. Mit Bewirtung. Besichtung ansonsten nach Voranmeldung.
  • Danielhofmühle, St. Märgen: traditionelle Schwarzwälder Hofmühle, erbaut 1840, mit Stauweiher,neuem Rad und typischer Einrichtung. Besichtigungen am Deutschen Mühlentag mit Bewirtung und Hock.
  • Deckerhof-Mühle, Seebach: historische Mühle mit moderner Wasserkraftanlage
  • Rankmühle, St. Märgen: Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel und Fotomotiv. Von der Rankmühle hat man einen wunderschönen Ausblick in Richtung St. Märgen. Nur von außen zu besichtigen.
  • Rohrhirschmühle, Bühl-Altschweier: Die restaurierte Mühle mit zwei oberschlächtigen Wasserrädern, mit Mahlgängen und Walzenstühlen, beherbergt im ältesten Teil des Gebäudes ein Heimatmuseum mit Müllerstube, Schulzimmer und landwirtschaftlichen Geräten. Geöffnet jeden 1. Sonntag von April bis Oktober sowie am Mühlentag.
  • Mühlenmuseum Frickmühle, Müllheim: Die Mühle ist eine von sieben Getreibemühlen, die es früher in Müllheim gab. Man kann sie jederzeit von außen betrachten. Führungen nach Absprache.
  • Eulenmühle, Bräunlingen: drei ausgeschilderte Rundwanderwege führen an der idyllisch gelegenen Mühle vorbei. Sie liegt bei Döggingen, gehört aber zur Gemarkung Löffingen-Unadingen.Das älteste Dokument ist ein Lehensbrief von 1540.
  • Förberhofmühle, Titisee-Neustadt. Sie ist Teil leines früher für den Schwarzwald typischen geschlossenen Hofgutes, des Förberhofes, und liegt knapp 6 km vomTitisee in Langenordnach, der “Orne”.
  • Gallus-Säge in Oberharmersbach-Zuwald: Die Säge liegt am Eingang des Zuwäldertales. Führungen nach Vereinbarung. In der Nähe liegt das Gasthaus Jägerstüble.
  • Guggenmühle, Bräunlingen-Döggingen: Das markante Mühlengebäude ist Blickfang für Wanderer und Schatzgrube für Geschichtsforscher aufgrund der geschichtlichen Verbindungen zu den Nachbarorten. 1417 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Sie liegt direkt in der Gauchachschlucht (Löffingen / Bräunlingen).
  • Historische Seilerei und Moserhofmühle, Breitnau / Hinterzarten: Historische Technik und traditionelles Handwerk lassen sich hier hautnah erleben. Im Löffeltal wurde über viele Jahrhunderte die Wasserkraft genutzt, auch um Seile herzustellen und eine Mühle zu betreiben. Das historische Gebäude wurde liebevoll restauriert.
  • Jockeleshofmühle, Wolfach-Kirnbach: Die Jockelemühle an der Kirnbacher Talstraße wurde im Jahr 1715 als Kundenmühle mit zwei Mahlwerken und einer Stampfe erbaut. Sie ist noch immer voll funktinsfähig. Führungen nach Anmeldung. Am Mühlentag geöffnet.
  • Kulturhistorische Ölmühle, Simonswald: Die im Jahr 17112 imStil eines Heidehauses gebaute Mühle steht wie auf einer Insel, umflossen von der Wilden Gutach und dem Mühlenkanal. Sie liegt nur 20 Gehminuten vom Ortszentrum entfernt. Auf Wunsch werden Bauernvespers mit Speck und Hausmacherwurst sowie Kaffee und Kuchen serviert.
  • Landwassermühle, Elzach-Oberprechtal: Die Mühle und der Landwasserhof gehören zum Elzacher Ortsteil Oberprechtal. sie ist seit 1760 bekannt und renoviert. Das Besondere an dem Gebäude ist ein gesonderter Wohnteil, der bis 1914 den Altbauern als Leibgeding diente. Mühle und Bauerngarten können immer von außen besichtigt werden.
  • Maile-Gießler-Mühle, Nordrach: Am Ortseingang lohnt sich auch die nähere Betrachtung der Mühle, die der örtliche Schwarzwaldverein zu einem funktionstüchtigen Schmuckstück hergerichtet hat. Direkt daneben befindet sich ein sehenswerter Heilkräutergarten.
  • Mühlenmuseum, Grafenhausen: Ein besonderes Schmuckstück ist die “Schwarzwälder Museumsmühle” nach originaler Bauart ohne Metallnägel, nur aus Holz errichtet. Daneben befindet sich ein Restaurant.
  • Sägemühle, Gütenbach: Im Hintertal am Eingang zum Hübschental liegt die Mühle des Bühlhofes. Im Volksmund wird sie nur Sägemühle genannt. Schon 1680 wird an ihrer Stelle eine Klopfsäge erwähnt. Frei zugänglich, immer geöffnet.
  • Strasserhofmühle, Hornberg: Bei der Strasserhofmühle handelt es sich um eine 1873 erbaute Schwarzwälder Bauernmühle.
  • Straubenhofmühle, Sasbachwalden: Malerisch gelegen befindet sich oberhalb des Ortskerns die 1789 erbaute Mühle. Geöffnet immer am ersten Sonntag im Monat. Führungen auf Anfrage.
  • Untere Mühle, Calw-Stammheim: Die ehemalige Getreidemühle stammt von 1843; sie war von Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1957 in Betrieb. Das größte, hölzerne, oberschlächtige Wassermühlrad hat einen Durchmesser von 11,50 m und treibt die Mühle an. Frei zugänglich, immer geöffnet.
  • Vögele’s Mühle, Steinach: Hier handelt es sich um eine renovierte Hofmühle aus dem Jahr 1835. Frei zugänglich, immer geöffnet. Am Mühlentag mit Führungen und Bewirtung.
  • Vollmer’s Mühle, Seebach: Die alte, noch voll funktionsfähige Schwarzwaldmühle mit bäuerlichem Museum im Ortsteil Grimmerswald kann auch für Brauchtumgsveranstaltungen gebucht werden. Geöffnet von Mai bis Oktober von 10 bis 11.30 Uhr, außerdem am Mühlentag und am zweiten Sonntag im August, jeweils mit großem Mühlenfest.

Mühlenrundwanderweg in Simonswald

Der Mühlenwanderweg in Simonswald ist als Rundwanderweg angelegt. Er führt an vier Schwarzwaldmühlen vorbei. Die Wehrlehofmühle und die Oelmühle sind besonders eindrucksvoll. [mehr]

Mühlenromantik im Schwarzwald

Wer einmal eine richtige wasserbetriebene Mühle in Arbeit erlebt hat, wird sich daran erinnern, wie das Wasser in das Mühlrad rauscht, das Gestänge knarrt, der Mühlstein sich knirschend dreht und das Getreide zu Mehl malt, Käse und Schnaps aus eigener Produktion laden zahlreiche Mühleneigner zum alljährlichen "MÜhlentag" ein. Besonders attraktiv ist das "Erwandern" mehrerer Mühlen auf einem der Mühlenwanderwege im Schwarzwald. Auf dem Ottenhöfener Mühlenwanderweg rund ums Achertal besichtigt man zum Beispiel auf zwölf Kilometern neun wunderschön restaurierte Mühlen. Zwischendurch sorgen "Schnapsbrünnle" - darin sind auch Säfte und Wasser gekühlt - für eine kleine Aufmunterung. Im Simonswäldertal bei Waldkirch wird dieses Jahr eine retaurierte 250 Jahre alte Sägemühle eingeweiht. Damit laden hier sieben Mühlen auf neun Kilometern zum Wandern ein. Auch auf der Hochebene am Ostrand des Schwarzwaldes spielten Mühlen eine wichtige Rolle. In Königsfeld haben am Mühlentag alle sieben historischen Mühlen geöffnet.