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Burgruinen-Rundwanderung in Wehr

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Burgruinen-Rundwanderung in Wehr im Südschwarzwald

In Wehr am Hochrhein bietet sich Wanderern eine rund 9,7 km lange Burgruinen-Wanderung an. Sie erreicht eine Höhendifferenz von 490 Metern und beansprucht etwa drei Stunden Gehzeit. Gutes Schuhwerk sowie Vesper und Getränke werden empfohlen. Die Wanderung führt zu bedeutenden Orten der Regionalgeschichte und bietet attraktive Aussichtgspunkte. Start ist bei der Tourist-Information beziehungsweise Gemeindehalle im Ortszentrum von Wehr.

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Folgen Sie dem Weg zur Wehra, dort flussaufwärts am Ufer bis zum Storchensteg (Holzsteg über die Wehra), rechts hinauf und weiter zur Burgruine Werrach mit dem Sagenpfad. Die Burgruine ist gut ausgeschildert und schon innerhalb weniger Minuten erreichbar; sie liegt im Wald unmittelbar am Stadtrand. Vom überdachten Aussichtsturm haben Sie einen schönen Blick über Wehr.

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Nach einer kurzen Pause geht es von der Ruine weiter nach Osten durch das Neubaugebiet hinauf zum Hotzenwald. Folgen Sie hier der weiß-blauen Raute. Etwa 100 Meter nach dem Waldrand und nachdem Sie die letzten Wiesen hinter sich haben links der gelben Raute folgen (Lindweg / Naturlehrpfad) und weiter in Richtung Bärenfels. Bald kommen Sie an der 350 Jahre alten Traubeneiche vorbei. Dort ist ein Stand mit Informationen über den Minnesänger Walther von Klingen.

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Walther von Klingen
Der Minnesänger Walther von Klingen (geb. um 1220 in Klingnau/CH, gest. 1284 in Basel/CH) zählt zu den überragenden Persönlichkeiten des 13. Jahrhunderts in der Nordschweiz/Südschwarzwald. Er war ein enger Vertrauter Rudolfs von Habsburg. Zu Walthers Besitz zählte auch die Herrschaft Wehr.

Nach Einmündung in den Spaichhaldenweg 30 m bergab, dann am Fischbach hoch 1,7 km bis zur kleinen Brücke. Der Waldweg entlang des Fischbachs zieht sich hin und ist stark ansteigend. Sobald sie die Brücke erreicht haben, tauchen Wegemarkierungen auf, die Sie nicht übersehen können. Von hier aus können Sie einen Abstecher etwa 100 m bis zum Gedenkstgein für die zerstörten Steinegghöfe machen.

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Von der Brücke geht es nun nur noch leicht ansteigend etwa 800 m zur Ruine Bärenfels. Von der ehemaligen Burganlage sind der 16 Meter hohe Bergfried mit seinem Hocheingang in 9 Meter Höhe und einem 6,4 Meter großen Durchmesser sowie Reste einer 3,6 Meter starken Schildmauer erhalten. Legen Sie im schattingen Innenhof ruhig eine Pause ein. Genießen Sie vom zugänglichen Turm das Panorama. Sie erkennen den Wehratalstausee, die Stadt Wehr, aber auch Rheinfelden, den Hochrhein und dahinter die Schweiz, das Wiesental mit Schopfheim, Lörrach und die Burgruine Rötteln.

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Burg Bärenfels
Vermutlich wurde im 12. Jahrhundert mit dem Bau der Burg, einer typischenhochmittelalterlichen Rodungsburg, begonnen. Die Burg, ehemals vermutlich ein Sitz der Ritter von Bärenfels, damals im Besitz der Herren Schönau und noch Steinegg nach dem gleichnamigen Berg genannt, kam im 13. Jahrhundert in den Besitz der Herren von Aesch, eines Geschlechts der Grafen von Thierstein, und im 14. Jahrhundert in das Lehen des Basler Bischofs. Am 18. Oktober 1356 wurde die Burg durch das große Basler Erdbebenzerstört und kam danach im späten 14. Jahrhundert durch Kauf in den Besitz der Herren von Bärenfels, eines Basler Rittergeschlechts, dessen Stammburg im Birstal bei Basel lag. Fortan wurde die Burg nach ihren neuen Besitzern genannt und verlor an Bedeutung. Im 15. Jahrhundert war die Burg verlassen und wurde im Dreißigjährigen Krieg durch vorbeiziehende Truppen weiter zerstört.

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Kloster Klingental
Im Jahr 1256 stiftete Walther von Klingen das Kloster Klingental zu Wehr. Es befand sich auf dem Gelände des heutigen Schwimmbads am Ortsausgang nach Todtmoos, nahe der Wolfgangskapelle. Die frommen Frauen kamen aus Häusern im Elsass, wo sie in die Kämpfe zwischen den papsttreuen und kaisertreuen Städten verwickelt worden waren. Walthers Stiftung war reich und ermöglichte rasch den Bau einer stattlichen Klosteranlage. Doch wieder gerieten die Nonnen in heftige Auseinandersetzungen, dieses Mal zwischen Rudolf von Habsburg und dem Bischof von Basel. Ein Brennpunkt der Kämpfe war das Wehratal. So kam es, dass das Kloster Klingental im Jahr 1274 nach Kleinbasel verlegt wurde, wo es im weiteren Verlauf der Geschichte eine herausragende Rolle spielte.

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Von der Ruine Bärenfels führt ein Fußpfad hinunter nach Wehr zuzm Wanderparkplatz "altes Forsthaus". Queren Sie die Straße nach Todtmoos und folgen sie dem kurze Weg zur Wolfgangskapelle mit Informationen über das ehemalige Kloster Klingental, eines der nobelsten Klöster seiner Zeit. Die Kapelle ist das letzte Überbleibsel der einstigen Klosteranlage.

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Von der Wolfgangskapelle geht es am Schwimmbad vorbei zur Wehra, überqueren Sie den Fluss und gehen flussabwärts auf dem Wehratal-Erlebnispfad zum Ausgangspunkt zurück.

Burgruinen-Rundwanderweg Wehr

  • Länge 9,7 km
  • Höhendifferenz 490 m
  • Gehzeit bis drei Stunden
  • gutes Schuhzeug erforderlich
  • Vesper und Getränke mitnehmen (unterwegs keine Einkehrmöglichkeit)
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