TENINGEN Nimberg
Der Nimberg bei Teningen erhebt sich nordwestlich von Freiburg im Breisgau und direkt östlich des Kaiserstuhl mitten in der Freiburger Bucht, aus der er sich bis zu 70 m erhebt. Die Dreisam fließt in einem Bogen westlich am Nimberg vorbei, die Glotter direkt an seiner Ostflanke. Die "historische Glotter" formte überwiegend die östlich liegenden Böschungen und Stielhänge. Historisch deshalb, weil die heutige Glotter nur noch ein kleiner Bach ist. Die Glotter wird nämlich durch Regulierungsarbeiten bei Denlingen in das Lossele umgeleitet. Deshalb führt sie am Nimberg heute kaum noch Hochwasser.
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Der Nimbergpfad erschließt am besten den Nimberg bei Teningen. Er ist ein Eldorado für Wanderer, die den Weitblick suchen. Man sieht die Anhöhen des Kaiserstuhls mit der Riegeler Pforte, den Schwarzwald, die Emmendinger Vorbergzone, Freiburger Bucht und den Vogesenkamm . Die Wege führen überwiegend durch Reben mit den Weinorten Nimburg und Bottingen und an dem Kleinod Nimburger Bergkirche vorbei. Vom Kloster Obernimburg und dem ehemaligen Krankenhaus der Antoniter sieht man nur noch die Informationstafeln. Weitere Informationstafeln stehen am Wegesrand.
Am Rathaus ist die Infotafel für den Nimbergpfad. Der Weg führt ab hier durch Nimburg auf die Anhöhe zum Kriegerdenkmal wo man eine Rundumsicht hat. Hier stand früher eine Burg der Grafen von Nimburg die später auch die Hochburg in Emmendingen erbaut hatten und mit dem Titel von Hachberg mit zu den Begründern des Hauses von Baden gehörten.Weiter geht der Weg durch den Ort zur Bergkirche. Danach führt der Weg durch Reben nach dem Weinort Bottingen und durch kleine Hohlgassen wieder zurück zum Rathaus.
Wandertipps
Dauer: 2:30 Stunden
Länge: 9 km
Kondition: leicht
Auf- und Abstieg: 116 m
Höchster Punkt: 252 hm
Tiefster Punkt: 187 hm
Empfehlung: gutes Schuhwerk, witterungsbedingte Bekleidung, Getränke und Vesper
Der Nimberg
Der Nimberg, südlich auch Marchhügel genannt, ist 264 m hoch, etwa 7 km lang und hat eine durchschnittliche Breite von einem Kilometer. Er ist ein welliger, mit Löss bedeckter Hügelrücken aus Festgestein. Der Name Nimberg leitet sich vermutlich von der im späten Mittelalter abgegangenen Burg Nimburg ab. Sie wurde im Jahr 1052 erwähnt und war im Besitz der Grafen von Nimburg. Von der ehemaligen Burganlage ist heute nur noch der Burggraben erhalten. Damals siedelte sich um die Burg die Ortschaft Nimburg an, heute ein Ortsteil der Gemeinde Teningen. - Der Name Marchhügel für den südlicheren Teil des Hügelrückens stammt von den um ihn herum liegenden sechs Marchdörfern.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort Nimburg bereits im Jahr 977. Im ausgehenden 11. Jahrhundert wurden die Grafen von Nimburg, Gefolgsleute der in jener Zeit mächtigen Herzöge von Zähringen, erwähnt, die unter anderem Teilnehmer der Kreuzzüge waren. Sie hatten auch eine Burg, die Burg Nimburg, die jedoch nicht mehr vorhanden ist. 1456 stiftete Markgraf Karl von Baden ein Antoniterkloster, in dem vor allem die vom Antoniusfeuer befallenen Kranken behandelt wurden. Vom Kloster ist allein die Kirche, die Nimburger Bergkirche, erhalten. Bottingen ist ein kleiner Ort, der vor der Eingemeindung nach Teningen zu Nimburg gehörte. Er liegt südlich von Nimburg und wurde 1209 erstmals schriftlich erwähnt.
Im Gegensatz zum Kaiserstuhl hat der Nimberg keinen vulkanischen Ursprung, räumlich und klimatisch zählt er aber zum Kaiserstuhl.
Wenig bekannt, aber am Nimberg wurde auch Bergbau betrieben. Am südwestlichen Ausläifer des Marchhügels, dem Roten Felsen, und im benachbarten Erzknappenloch sowie an der Nordwest-Flanke, bei der Nimburger Bergkirche, wurde Eisenerz abgebaut. Der Stollen am Roten Felsen ist heute verschlossen und ein Paradies für Fledermäuse. Schon die Kelten förderten ab 600 v. Chr. Erst aus dem Berg. An der steilen Westflanke kann man sogar einige versteckte und kaum noch zugängliche Steinbrüche entdecken. Auffällig ist ebenso der braunrote Ackerboden, der auf verwitternde eisenhaltige Schichten hinweist.
Den gesamten Nimberg und den Marchhügel durchziehen zahlreiche Hohlwege. Ermöglicht wurden die oft mehrere Meter eingetieften Wege durch ein Miteinander von Mensch und Natur. Der verfestigte Boden wurde beim Durchfahren zerrieben; Regen spülte den Staub fort. So entstanden über die Jahrhunderte kleine Schluchten in die Lössoberfläche und schufen die Hohlgassen.
Die evangelische Bergkirche in Nimburg steht südlich der Ortschaft auf dem Nimberg. Sie stammt aus dem Jahre 1517 und steht auf dem Platz einer Kapelle aus dem 10. Jahrhundert. Den Bau der Kirche hatte der Präzeptor Johann Bertonelli im Auftrag des Abtes von Saint Antoine beauftragt. Schon 977 und 1236 wird hier eine Kirche urkundlich erwähnt. Das Patrozinium der Kirche war Johannes der Täufer. Die ursprüngliche Kirche zeigte in Richtung Osten. Der Neubau aus dem Jahre 1517 der Antoniter hingegen zeigt in Richtung Süden und war Bestandteil eines Klosters, das im 19. Jahrhundert abgebrochen wurde.
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