SCHOPFHEIM Barockschanze
Gersbach bei Schopfheim im Wiesental litt im 17. Jahrhundert aufgrund der strategischen Lage als Dreh- und Angelpunkt einer breiten Abwehrfront unter den Angriffen französischer Truppen. Um ein Einfallen in den Schwarzwald zu verhindern, wurde quer über den Schwarzwald eine 200 km lange Schanzenlinie gebaut. In Gersbach ist heute ein Nachbau einer Barockschanze zu sehen.
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Markgraf Ludwig von Baden, der Türkenlouis, ließ zwischen 1692 und 1701 ein ausgedehntes, rein defensives Befestigungssystem in Form einer sogenannten 'Linie' von Schanzen errichten, die sich über 200 km Länge über den gesamten Schwarzwald hinweg zieht. Die zahlreichen gut erhaltenen Überreste barockzeitlicher Schanz- und Verteidigunsanlagen in Gersbach sind von landeshistorisch überragender Bedeutung.
Aufgrund der strategischen Lage wurde Gersbach im 18. Jahrhundert zum Dreh- und Angelpunkt einer breiten Abwehrfront gegen mögliche Angriffe französischer Truppen, die über Gersbacher Passhöhen ins Wehratal und das habsburgische Hinterland vorstoßen hätten können.
Um dies zu verhindern, ließ Markgraf Ludwig von Baden mit dem Beinamen Türkenlouis zwischen 1692 bis 1701 hier oben und entlang einer sich 200 km lang über den gesamten Schwarzwald erstreckenden sogenannten „Linie“ ein ausgedehntes, rein defensives Befestigungssystem in Form von Wehrschanzen errichten.
Auf Gersbacher Gemarkung wurden sechs barockzeitliche Schanz- und Verteidigungsanlagen errichtet. Deren teils gut erhaltene Überreste sind von landeshistorisch überragender Bedeutung.
Um Besuchern einen Eindruck von der ausgefeilten barocken Wehrtechnik und der Mächtigkeit solcher Verteidigungsanlagen zu vermitteln, wurde im Gewann Scherentann eine barocke Sechseck-Wehrschanzanlage mit Wacht- und Signalturm rekonstruiert.
Auf ausgeschilderten Schanzenrundwegen in einer ausgesprochen abwechslungsreichen Panoramalandschaft erhält der Gast an Wegetafeln wertvolle Hinweise auf die Standorte der einstigen Schanzen, aber auch zum entbehrungsreichen Leben der Bergbauern, die einst unter Anleitung fachlich versierter Offiziere in Fronarbeit Schanzdienste zu leisten hatten.
Gersbacher Schanzenweg
Der rund 10 km lange Schanzenweg ist ein Rundweg und überwindet rund 200 Höhenmeter. Er gibt einen Einblick in die Verteidigungstechnik der Barockzeit. Der Besuch der Barockschanze Gersbach ist eine ideale Ergänzung zum Schanzenweg.
Ausgangspunkt ist das Infohaus am Ortseingang (aus Richtung Schopfheim). Über den Panoramaweg, die Schanze auf dem Büseleriberg und die Lochmühle führt der Weg zur rekonstruierten Barockschanze auf dem Scherentann. Von dort geht es am Ev. Jugendheim vorbei ins Dorf, wo der Schanzenweg beim Wald- und Glaszentrum endet. Über den Dorfweg gelangt man zum Parkplatz am Infohaus zurück.
Der Schanzenweg ist mit dem braunen Barockschanzenlogo markiert und überwiegend kinderwagentauglich.
Wandertipps:
Distanz: 10 km
Dauer: 2:50 Stunden
Kondition: leicht
Auf- und Abstieg: 312 m
Höchster Punkt: 996 hm
Tiefster Punkt: 787 hm
Empfehlung: normales, gutes Schuhwerk, Vesper und Getränke
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